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Tetenbüll-City
Ein Dorf im Herzen Eiderstedts
Wieso "CITY"?
Boßeln / Ringreiten / Klotstockspringen?
Hier wird gern 'gedreht'!
Boßeln / Ringreiten / Klotstockspringen?

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Wie funktioniert Boßeln?

Boßeln ist eine Sportart, die in verschiedenen Ländern und Landesteilen Europas auf verschiedene Weise betrieben wird.

Boßeln in Nordfriesland ist nicht zu verwechseln mit dem Strassenboßeln (siehe unten), was man aus dem Ostfriesischen kennt.

Das nordfriesische Boßeln ist eher eine Mischung aus Diskus-Werfen (Drehung) und Speerwerfen (langer Anlauf). Die Kugel - Boßel - besteht heutzutage aus Holz mit Bleifüllungen und ist bei den Erwachsenen 1 Pfund (500 gr) schwer, bei den Jugendlichen 3/4 Pfund (375 gr), Kinder boßeln mit 1/2 Pfund (250 gr). Gehalten wird die Boßel mit einer Drei-Fingertechnik aus Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Beim Anlauf ist der Arm ganz gestreckt und der Daumen zeigt nach vorne. Dann im Lauf eine ganze Drehung und von unten die Boßel so weit wie möglich herausschleudern:


Feldkampf:
Die Feldkämpfe umfassen Mannschaften mit  bis zu 20 Boßlern und mehr. Es kämpft ein Ort (Verein) gegen den anderen. Hier geht es 'über Land' (eher im Winter, wenn die Gräben zugefroren sind) oder an einem Deich entlang. Die Größe der Mannschaft ist beliebig, wichtig ist nur, dass die Anzahl der Boßler beider Mannschaften gleich ist. Somit bestimmt die kleinere Mannschaft die Größe.

Jede Mannschaft setzt vorab in der Boßelrolle die Reihenfolge der eigenen Boßler fest. Es werfen die Mannschaften umeinander. Die zurückliegende Mannschaft wirft immer zuerst. Je Mannschaft geht es dort weiter, wo die eigene Boßel liegengeblieben ist (Ausnahme: im Winter 'über Land' - wenn die Boßel direkt auf Eis aufkommt ist, dann ist das der weitere Ausgangspunkt). Der 'Stockleger' jeder Mannschaft markiert die Stelle mit einem Stock. Wenn alle Werfer einmal geworfen haben, geht es in die andere Richtung wieder zurück.

Gezählt werden 'Schotts' und schliesslich am Ende die Meter, die eine Mannschaft vorne liegt. Man hat als Mannschaft ein Schott erreicht, wenn der Werfer der zurückliegenden Gegenmannschaft (die ja zuerst wirft) es nicht schafft die Weite der vorne liegenden Mannschaft zu erreichen. Bei der vorne liegenden Mannschaft setzt nun der Werfer, der an der Reihe ist aus. Die Gegenmannschaft liegt ja immernoch zurück und beginnt wieder mit dem nächsten Werfer. Sollte nun die eigene Mannschaft ein Schott verlieren, wird das vorher gewonnene Schott  wieder 'rausgezogen' - der Boßler, der vorher ausgesetzt hat darf nun doch noch boßeln.

Stand-Wettkampf:
Beim Standboßeln haben die Boßler i.d.R. 3 Versuche - eine Reihe. Sobald 1 Wurf ausserhalb der Markierung landet (sie ist ähnlich wie bei Diskus oder Speerwurf, nur gerade Linien) ist die ganze Reihe ungültig. Die Weite wird in Metern gemessen und wird an einer Tafel angezeigt. Übertritte werden i.d.R. mit entsprechendem Abzug in der Weite reguliert. Gewonnen hat der Boßler, die Boßlerin mit der höchsten Summe der 3 Weiten in den entspr. Altersklassen.


Bei Stand-Wettkämpfen gibt es i.d.R. das Preis- und das Konkurrenzboßeln. Beim Preisboßeln hat jeder Teilnehmer nur einmal die Möglichkeit eine Reihe zu boßeln. Die Teilnahme am Konkurrenzboßeln kann man sich erkaufen. Es wird ein Betrag von x€ pro Teilnehmer und Reihe verlangt und jeder kann sooft versuchen, bis die perfekte Reihe da ist oder das persönliche Budget dafür verbraucht ist.

 

Strassenboßeln:
Das Strassenboßeln ist eine Abwandlung vom Feldkampf, Klootscheeten und vom Boßeln. Es findet auf einer abgesperrten Strasse statt. Hierfür gibt es zwei verschiedene Boßeln: entweder eine Pockholt-Strassenboßel oder eine Hartgummi-Strassenboßel. Jeder Werfer hat 10 Würfe, bei denen man wie beim kegeln entlang der Strasse rollt. Das die Strasse auch mal hoch und runter geht, oder es Kurven gibt macht es komplizierter. Man muss eben  mit viel Geschick und Glück am weitesten mit seiner Boßel kommen.  (zurück)

Begriffe:

  • Der Gruß der Boßler ist "Lüch op!", was soviel heißt wie "Hebe auf!".
  • Ein weiterer wichtiger Ausruf ist "Kiek ut!" - es ist immer kurz vor dem Werfen zu hören. Es soll alle Beteiligten warnen und heißt soviel wie "Schaue aus!" oder "Schau hin!", denn von einer Boßel getroffen zu werden ist kein Spaß und kann lebensgefährlich sein.
  • 'Klootschiessen' oder 'Klootscheeten' - so nennen die Ostfriesen das Boßeln ähnlicher Art bei sich - hier wird von einer Rampe geboßelt. Es kommt häufig zu einer Verwechslung mit Strassenboßeln, da in dem Zusammenhang die gleichen  Begriffe (Boßeln, Klootschiessen und Kloatschiessen) auch verwendet werden.

Historie:
Geboßelt wird in Schleswig-Holstein schon seit ca. 1585, was bis heute keinen Abbruch, nein immer mehr Aufschwung findet. Es wird in SH hauptsächlich das Standboßeln mit der 375/500g Holz-Blei-Boßel, gefolgt vom Straßen- und Feldboßeln (irische Stahlkugel 800g, und Holz- bzw. Gummikugel, bzw. Feldboßel Holz-Blei) praktiziert.

Es finden in jährlichen Abständen Leistungswettkämpfe der Unterverbände (Dithmarschen, Eiderstedt, Norden, Steinburg) und ihrer Vereine statt.

Im Zweijahrestakt gibt es die Deutschen Meisterschaften seit 1999 (Hauptverband SH, Friesischer Klootschießer-Verband, Nordhorner Sport-Kloatscheeter Vereinigung, Klootschießer- und Boßelverband Nordrhein-Westfalen), sowie das Hauptverbandsfest der Schleswig-Holsteinischen Boßler in jeweils wechselndem Unterverband und Ländervergleichskämpfe wie z.B. Oldenburg-Eiderstedt seit ca. 1960.

Alle vier Jahre finden seit ca. 1960 Europameisterschaften statt (Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und kleinere Sprenkel) jeweils in einem anderen Land (2004: Westerstede/Deutschland, 2008: Cork/Ireland).

 

 "BOSSELN IST EINE BÄRENSTARKE TRADITION!"

Darauf ein "dreifach kräftiges LÜCH OP - LÜCH OP - LÜCH OP!!!"

Für alle, die 'Plattdeutsch' können oder kennenlernen wollen, anbei

 

Mehr zum Boßeln in Tetenbüll finden Sie unter tetenbuell.de -> Vereinsleben (e)

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Was ist Ringreiten?

Ringreiten wird in Norddeutschland, eben auch auf Eiderstedt sehr stark praktiziert. Es gibt daher nahezu in jedem Dorf einen Ringreiterverein. Beim Ringreiten geht es darum, zu Pferde im Galapp mit einer Lanze einen Metallring zu treffen und 'mitzunehmen'. Es werden verschiedene Größen dieses Ringes ausgeritten. Zum Schluss ist der kommt der kleinste dran: der Königsring. Wer ihn dreimal 'mitnimmt' ist der neue 'Ringreiter-König'. Es gibt noch weitere Auszeichnungen 'Links-Öllersmann' und 'Rechts-Öllersmann' - sie flankieren den König bei der Parade durch das Dorf.

Mehr zu Ringreiten:

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Was ist Klotstockspringen?

Klotstockspringen ist das sprungartige Überqueren von Gräben und Sielen mit einem langen Stock. Der Stock hat am Ende einen etwas dickeren Fuss, um nicht zu sehr in den Grund einzusacken. Es wird heute noch 'in echt' bei der Treibjagd und bei Boßel-Feldkämpfen praktiziert.

Erste Schwierigkeit ist der Absprung und das Setzen des Stocks im Graben an der richtigen Stelle. Ein Arm oben einer unten als Stütze (manche Profis können einarmig, nur oben) - nun gilt es mit den Beinen an einer Seite des Stocks vorbei den Scheitelpunkt zu überwinden,  um sich dann durch Halten und Hochziehen (je nachdem wie breit das Hindernis ist) auf die andere Seite zu schwingen. Ein Trick ist es beim Setzen, den Weg zum Scheitelpunkt so kurz wie möglich zu wählen - also den Stock so steil nach unten wie möglich.

DER ABLAUF  PERFEKT !!!!

Mitten rein! (gut, dass kein Wasser drin war ;-)

Schnell wieder mit Schwung zurück!

Mehr zum Klotstockspringen:

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